Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Madrid

Madrid hat zwar keinen weitläufigen Strand, dafür besitzt die Hauptstadt riesige Parks, mittelalterliche Architektur und einzigartige Kunst. Wusstest Du, dass die Großstadt erst seit 1561 das Verwaltungszentrum Spaniens ist? Um in einer der größten Metropolen Europas den Überblick zu behalten, listen wir Dir hier die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf.

Inhaltsverzeichnis

1. Puerta del Sol

„Das Tor der Sonne” – diesen Namen verpasste der einstige spanisch-deutsche König Karl V dem heute wohl meist besuchten Platz in Madrid. Damals begrenzte die Puerta del Sol den Osten der Stadt mit einem Tor, durch das am frühen Morgen die ersten Sonnenstrahlen hindurch schienen. Heute ist das Tor verschwunden, dafür herrscht hier, mitten im Zentrum der Hauptstadt, zu jeder Tages- und Nachtzeit eine elektrisierende Lebendigkeit. Der Platz ist Ausgangspunkt für Erkundungstouren durch die Innenstadt, Treffpunkt für Nachtschwärmer und Schauplatz der traditionellen 12 Glockenschläge an Silvester. Berühmtheiten sind hier die Statue des kleinen Bären gelehnt am Madroño (Westlicher Erdbeerbaum), das Wahrzeichen Madrids, die auf dem Boden platzierte Plakette, die den Nullpunkt sämtlicher nationaler Straßen in Spanien anzeigt und die Konditorei Pastelería Mallorquina, die an der Puerta del Sol seit 1894 süße Versuchungen verkauft.

2. Madrid de los Austria: Vom Plaza Mayor bis zum Palacio Real

1561 war das Jahr, in dem sich der damalige Habsburger König Phillip II. entschied den royalen Hof nach Madrid zu verlegen. Dank ihm sowie seinen Nachfolgern können wir heute mittelalterliche Prachtbauten im Herzen der spanischen Hauptstadt bewundern. Laut der Leser der spanischen Tageszeitung El País ist zum Beispiel der rechteckige, vollständig mit einem Gebäude umschlossene Plaza Mayor der drittschönste Platz in ganz Spanien. In Auftrag gegeben wurde der Hauptplatz von Phillip III, der heute als Statue verewigt auf einem Pferd mitten auf dem Plaza Mayor thront. Wenn man sich von hier nordwestlich orientiert, findet man schnell zum Plaza de Isabel II, der bei den Madrilenen nur Ópera genannt wird. Ebenfalls ein Zeugnis der Habsburger und Schauplatz des Teatro Real, einem der bedeutendsten Theater in Spanien. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zum Palacio Real, dem Palast der spanischen Königsfamilie. Zwar wurde dieser nicht von den Habsburgern gebaut, da sie es vorzogen von den Bergen aus auf die Hauptstadt zu blicken, trotzdem sind sämtliche angrenzende Parks Werke der einstigen Österreicher.

3. Die pulsierende Ader: La Gran Vía

Sie ist frenetisch, bunt und laut: Gran Vía ist die Prachtstraße und exzentrische Flaniermeile der Hauptstadt. Hier sieht man die, die gesehen werden wollen. Gebaut wurde sie aus der Idee heraus, den Osten und Westen der Stadt miteinander zu verbinden und eine ebenso pulsierende Shoppingader zu schaffen, von der aus man leicht die anderen wichtigen Punkte Madrids erreicht. Über 300 Häuser wurden dafür abgerissen, stattdessen architektonische Meisterwerke geschaffen, die sich gegenseitig an Statuen und Verzierungen überbieten. Sie ist bekannt für ihre diversen Musicals, die vielen Menschen und den ersten Wolkenkratzer Spaniens (Hausnummer 28). Einen ikonischen Blick über die Gran Vía hat man vom Café im Einkaufszentrum Corte Inglés aus.

4. Erholung im Zentrum: der Retiro Park

Sein Name bringt es auf den Punkt: der Retiro (Zurückgezogenheit) ist der ideale Ort, um sich von der wuseligen Hauptstadt zurückzuziehen. Obwohl es auf dem kleinen See von Booten nur so wimmelt, auf dem Paseo de Coches sich die Inlineskater und Fahrradfahrer um die freie Fahrt streiten und samstags und sonntags eine Schar großer Kinderaugen auf das kostenlose Puppentheater schaut, findet man im Park Retiro trotzdem die ruhigen, schattigen Plätze. An diesen vogelzwitschernden, luftigen Orten sitzen verliebte Paare und Familien beim Picknick und saugen die unerwartete Natur mitten im Zentrum Madrids in sich auf. Hier können sich Bücher in der Bibliothek Eugenio Trías ausgeliehen werden, kann Kunstausstellungen im Palacio de Cristal besuchen und Sportplätze für die nächste Partie Tennis anmieten. Der Retiro vereint unter seinen über 15.000 Bäumen so ziemlich alles, was ein ausgelaugter Großstädter zum Krafttanken braucht.

5. Das Goldene Museumsdreieck: Prado, Thyssen-Bornemisza und Reina Sofia

Picasso, Gauguin, El Bosco, Dalí oder Lichtenstein – sie alle hängen im Goldenen Dreieck der Kunst im Zentrum Madrids. Unweit des Park Retiro und nur wenige Gehminuten voneinander entfernt befinden sich drei der bedeutendsten Kunstmuseen weltweit: Thyssen-Bornemisza, El Prado und das Reina Sofia. Selbst wenn man sich entscheidet nur die bedeutendsten Werke der drei Museen anzusehen, könnte man in ihnen Tage verbringen. Deshalb wurde die App Paseo del Arte Imprescindible entwickelt, die dabei hilft, die 24 bedeutendsten Kunstwerke der drei Museen zu entdecken. Wer mehr Zeit hat, kann sich das Ticket für das gesamte Dreieck besorgen und hat ab dann ein Jahr Zeit, um jedes einzelne Gemälde gründlich zu studieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Das wird dir auch gefallen
Die Beerdigung der Sardine

Spaß und Beerdigung sind Wörter, die für gewöhnlich nicht zusammen verwendet werden. Einmal im Jahr allerdings, an Aschermittwoch, wird in Spanien damit eine Ausnahme gemacht.

Weiterlesen